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Ohrlochforum

Das private Forum zum Thema Ohrlöcher und Ohrpiercings – Ohrlochstechen, Schmuck, Pflege, Dehnen, Mehrfachohrlöcher …

Re: Motorradausflug mit Folgen

geschrieben von delen am 12.08.2015 um 15:11:07 - als Antwort auf: Re: Motorradausflug mit Folgen von delen
 "Sag mal, Anna ..." Ich drückte die Badezimmertür auf. "Wirst du heute noch fertig? Schöner wird das Wetter nicht mehr."
Meine Freundin und ich machen gerne Motorradausflüge. Und angesichts des strahlenden Sonnenscheins unseres ersten Urlaubstags steckte ich schon seit gut einer Viertelstunde in meiner Lederkombi und schwitzte.
Nur Anna trödelte mal wieder ewig herum.
"Ja, gleich", sagts sie und lächelte mich über den Spiegel des Badschranks hinweg an, während sie in ihrem Schmuckkästchen kramte.
Das konnte ja noch ewig dauern ... Ich lehnte mich gegen den Türrahmen und zog den Reißverschluss meiner Kombi ein Stück weit auf. Mein Blick glitt über Annas Po hinauf über die sinnliche Linie ihres Rückens, die sich formte, als Anna sich zum Spiegel vorbeugte.
Sie strich ihre dunklen Locken hinters Ohr, und elektrisiert beobachtete ich, wie der Stift ihres Ohrsteckers über den zarten Flaum an ihrem Ohrläppchen streichelte, ehe er in der dunklen Kuhle des Lochs verschwand.
Ich versuchte, das leise Stöhnen zu unterdrücken, das aus meiner Kehle dringen wollte, doch Anna schien es schon bemerkt zu haben.
"Was ist, Benno?" Mit einem verführerischen Lächeln wandte sie sich zu mir. "Gefällt dir, was du siehst?"
Irritiert nickte ich. Sie meinte sicher ihre neue Lederkombi. Niemand könnte je erraten, wie sehr mich der Anblick der kleinen Narbe erregt, durch die sie gerade den anderen Ohrring schiebt.
Geschweige denn, wie sehr mich die Vorstellung verfolgt, dass meine Ohren ... Nein! Schließlich bin ich ein Kerl!
Entschlossen räusperte ich mich. "Und, fertig?"
"Ich? Schon lange." Sie grinste und schob sich an mir vorbei durch die enge Badezimmertür. Im Spot des Flurlichts gleißte das Silber an ihrem Ohr noch einmal auf, und ...
Ich zerrte den Reißverschluß meiner Kombi mit einem Ruck hoch und zog die Wohnungstür hinter ihr ins Schloss.

Eineinhalb Stunden später erreichten wir das Ziel unserer Tour: Einen Bergsee, umgeben von dunklen Tannenwäldern.
Wir stellten die Maschinen auf dem geschotterten Parkstreifen ab, und während ich noch, im Sattel sitzend, meine Handschuhe abstreifte, stieg Anna schon ab.
Schwungvoll schüttelte sie ihr Haar, nachdem sie es aus dem Helm befreit hatte. "Na, Benno?" Sie zwinkerte mir zu. "Auch reif für eine Abkühlung?"
"Klar", antwortete ich, während ich absaß. "Es ist verdammt warm, selbst hier in den Bergen. Schau nur, wie das Wasser glitzert. Ich wünschte ich hätte ... Anna? Anna, was machst du da?" Völlig konsterniert starrte ich auf meine Freundin, die ihre Stiefel von den Beinen schleuderte und den Reißverschluß ihrer Lederkombi herunterzerrte. "Du hast einen Bikini drunter an?"
"Richtig bemerkt, Benno." Ihr Grinsen war fast zu breit für ihr Gesicht. "Aber keine Sorge ..." Sie wühlte in dem Koffer auf ihrem Gepäckträger und warf mir etwas zu. "... ich bin auf alles vorbereitet."
"Eine Badehose?" Kopfschüttelnd sah ich ihr hinterher, wie sie laut jauchzend über den Strand lief und sich mit einem wilden Kreischen in das türkisfarbene Wasser stürzte. "Na dann ..." Grummelnd verschwand ich hinter einem Busch, um mich umzuziehen.

Nach dem Schwimmen breiteten wir unsere Badetücher auf den Kieselstrand, ließen unsere Körper von der Sonne trocknen und aufwärmen.
Irgendwann legte Anna ihre schmale, kühle Hand auf meinen Bauch und drehte sich zu mir herüber. Sie sagte nichts, aber ich spürte ihren Blick auf mir.
Ich versuchte, wieder einzudösen, doch ihre tiefer gleitenden Finger verhinderten jeden Gedanken an Entspannung. Was, wenn jetzt jemand käme? Anna hatte mir ausgerechnet die extra knapp geschnittene Badehose eingepackt, die sie mir zu meinem letzten Geburtstag geschenkt hatte. Selbst von der anderen Seeseite aus würde jeder auf den ersten Blick erkennen, was Annas Berührung in mir auslöste.
Wenn sie nicht sofort ...
Mit einem Ruck setzte ich mich auf. "Anna! Hör auf!"
"Ja?" Jetzt glitt ihre Hand in die entgegengesetzte Richtung, ihre Finger spielten mit dem Haar auf meiner Brust, fanden eine Brustwarze und kniffen behutsam hinein. "Warum? Es scheint dir doch zu gefallen!"
Ich stöhnte, doch sie lachte nur.
"Mach dich doch ein bisschen locker, Benno! Veränderung ist nicht schlecht. Sieh doch, wie gut dir die Badehose steht."
"Meinst du?" Ich ließ mich wieder zurücksinken und wandte mich zu ihr.
"Natürlich!" Mit beiden Händen fasste sie in ihr halb getrocknetes Haar, bändigte die wilden Locken zu einem weit oben gebundenen Pferdeschwanz. "Oder willst du etwa behaupten, ich hätte einen schlechten Geschmack?"
Einen schlechten Geschmack? Nein, ich schüttelte den Kopf und musste grinsen. Wer so aussieht wie Anna kann nicht unter Geschmacksverwirrungen leiden.
"Na also!" Mit der Linken strich sie eine widerspenstige Strähne hinter ihr Ohr. "Glaub mir, ich schlage dir nur Sachen vor, die dir wirkli... Autsch!" Mit schmerzverzerrtem Gesicht hielt sie inne.
"Was ist?" Besorgt beugte ich mich vor.
"Dieser blöde Ohrring!", schimpfte sie. "Mein Haar hat sich darin verheddert. Benno, kannst du so lieb sein ...?" Mit einem bittenden Augenaufschlag lehnte sie sich herüber zu mir.
Ich schluckte. Und schluckte noch einmal. Weshalb wurde mein Hals auf einmal so trocken? Ich hob meine Hand, fluchte innerlich über meine zitternden Finger und ... stoppte fünf Zentimeter vor ihrem Kopf. "Und was soll ich tun?", presste ich hervor.
"Am besten machst du ihn raus", sagte sie.
Raus? Ich spürte das kühle Silber des Reifs an meinem Zeigefinger. "Aber wie?"
"Das sind Steckcreolen." Sie bewegte sich und die zarte Haut an ihrem Hals streifte meine anderen Finger. "Du musst nur die Schraube auf der Rückseite herunterziehen."
"Schrauben? Rechts- oder Linksgewinde?" Mit der Rechten spürte ich das gebogene Metall und den Stift, der darüber hinausragte.
Dieser Stift, der durch die künstliche Öffnung in ihrem Ohrläppchen reichte ... und es gerade sichtlich schmerzhaft in die Länge zog. Ich blinzelte und verdrängte meine irritierenden Gedanken.
"Schieb deine Fingernägel zwischen Platte und Ohrläppchen", erklärte sie. "Und dann zieh. Aber mach schnell, bitte!"
Also gut. Ich holte Luft und tat, was sie verlangte.
Sie seufzte und nahm mir den Schmuck aus den schweißnassen Fingern, während ich meinen Blick nicht von ihrem Ohrläppchen lösen konnte.
Oder besser gesagt von der dunkel lockenden Kuhle des kleinen Lochs, in dem der Schmuck gesteckt hatte. Warum machen Frauen das? Lassen sich Löcher durch die Ohren stechen ... Weshalb nur?
Ich spürte, wie Hitze meinen Hals hochkroch, schaute schnell weg, ehe sie mein Starren bemerken konnte - und kreuzte unversehens ihren Blick.
Über den Ohrring in ihren Fingern hinweg sah sie mich an. Ein kleines Lächeln spielte um ihre Lippen, während sie den Ohrring viel zu schnell wieder anlegte. "Komm, Benno", sagte sie, gab mir die Hand und zog mich hoch. "Lass uns auf die andere Seeseite fahren."
"Nach Seestadt? Willst du etwa doch noch einmal im Gasthof zur Forelle einkehren?" Das Essen hatte ihr letztes Jahr nicht besonders geschmeckt. Ich habe mir das gemerkt, schließlich will ich ein aufmerksamer Freund sein.
"Lass dich überraschen!", rief sie mir über die Schulter zu und zerrte mich weiter.

Anna jagte ihre Kawasaki Ninja am Seeufer entlang und bremste sichtlich widerwillig am Ortschild ab.
Wo wollte sie so dringend hin? Doch zum Gasthof?
Nein, vor der "Forelle" verzögerte sie nicht, bog stattdessen in einen Parkplatz vor der Stadtmauer ab.
Ich stieg ab und verstaute Helm und Handschuhe in meiner Gepäckbox. "Nun sag schon", rief ich Anna zu. "Was hast du vor?"
Sie kam herüber zu mir, sah tief in meine Augen, ehe sie sich auf die Zehenspitzen hob und mich auf die Nasenspitze küsste. "Überraschung!" Mit einem Augenzwinkern drehte sie sich um.
Gedankenverloren sah ich ihr hinterher. Überraschung ... Veränderung ... Was plante sie? Irgendein kleines Kribbeln in meinem Bauch wollte nicht verstummen - gleich, wie sehr Annas neue Lederkombi (Überraschung! Veränderung!) die Rundung ihres kleinen festen Hinterns hervorhob.
"Kommst du heute noch?", rief Anna vom Durchgang in der Sandsteinmauer.
"Jaja!" Ich nickte und spurtete los.

Hand in Hand schlenderten wir durch die Straßen der pittoresken Kurstadt. Im Schatten der Fachwerkhäuser schienen mit einem Mal alle Eile und Zielstrebigkeit von Anna abzufallen.
"Schau nur", sagte ich, als wir auf einen kleinen Platz traten. "Ein italienisches Eiscafé. War das letztes Jahr schon hier?" Innerlich wappnete ich mich schon für eine Absage. Anna achtet zu sehr auf ihre Figur, als dass sie ...
"Für mich Erdbeere, Schoko und Stratiatella."
"Wie bitte?" Ich musste mich verhört haben, doch sie zog mich schon zur Verkaufstheke. Irritiert wiederholte ich ihre Bestellung gegenüber dem Eisverkäufer, doch sie setzte noch etwas drauf.
"Und noch eine Kugel Pistazie, bitte!" Das Funkeln in ihren Augen, mit dem sie sich mir wieder zuwandte, sollte es mir eine Warnung sein?
"Für mich bitte Zitrone und Mocca", bestellte ich und zahlte abwesend.
"Komm!", sagte sie und hängte sich bei mir ein. "Hier in der Sonne zerläuft das Eis nur!" Mit einer eleganten Bewegung beugte sie sich vor. Ihre Zungenspitze schob sich zwischen den vollen Lippen hervor und sie fing eine dicke Spur Zitroneneis an meiner Waffel auf.
"Mhhm." Ich gab einen unentschlossenen Laut der Zustimmung von mir. Was sollte ich von ihrem Verhalten denken? Sollte ich überhaupt denken, oder wollte sie mich verführen? Während ich neben ihr durch die Gassen ging, fielen mir mit einem Mal die vielen Hotels und Pensionen auf ... Aus dem Augenwinkel schielte ich zu Anna, der das halb gegessene Eis plötzlich wieder Zielstrebigkeit eingeflößt hatte. Eine äußerst beunruhigende Zielstrebigkeit, denn wenn mich meine Erinnerung nicht täuschte, befand sich in der Richtung, in die sie uns lenkte, das 5-Sterne-Resort "Parkhotel". In Gedanken machte ich einen Kassensturz meiner Barschaft ... Scheiß drauf! Ich beschloss, zur Abwechslung mal spontan zu sein. Wozu hatte ich die Kreditkarte? Jetzt könnte sie doch zum Einsatz kommen.
Mein Entschluss beflügelte mich, und ich ließ meine Hand, die ich um Annas schlanke Taille gelegt hatte, höher gleiten. Meine Gedanken schweiften zum ehrwürdigen "Parkhotel" - oder vielmehr zu dem, was wir in einem der exklusiv eingerichteten Zimmer tun würden ...
Meine Lippen verzogen sich voller Vorfreude zu einem Grinsen, ich beugte mich hinüber zu ihr, bohrte meine Nase in ihre Locken, die nach Apfelshampoo und Seewasser rochen, und ...
"Ahh!", unterbrach sie meine Forschungsreise. "Da sind wir ja!"
"Ja?" Ich zwinkerte. "Da? Wo?" Mein Gestammel kam mir selbst zu blöde vor, aber was, um Himmels Willen, wollte Anna vor einem Juweliergeschäft?
"Na hier!" Sie hob ihre schlanke Hand und zeigte auf das kleine Schaufenster rechts von der Tür.
Ich kniff meine Augen zusammen. Ein etwa DIN-A4-großes Plakat verdeckte fast ein Drittel der Auslage, doch was ... Ich ging näher heran ...
Trauringe!
Ich schluckte. Das erwartungsvolle Kribbeln in meinem Bauch fiel in sich zusammen und rutschte in meine Hose. Trauringe ...
"... dachte ich ... eine Veränderung ... überraschen ..." Fetzen von Annas Gezwitscher streiften mein Ohr.
Ich schluckte immer noch.
"Und, was meinst du, Benno?" Mit einem Ruck drehte sie sich um und sah auf zu mir.
Ich meinte, ich müsste in ihren Augen ertrinken, und mit einem Mal plusterte sich das zusammengefallene Kribbeln in meiner Hose wieder auf. Und wie!
"Willst du?", fragte sie mich jetzt.
Ob ich wollte? Sie fragte wirklich, ob ich sie heiraten wollte? Oh Mann. Irgendwie hatte ich mir das immer komplett anders vorgestellt. Ein bisschen so, wie in diesen schrecklich kitschigen amerikanischen Filmen, die Anna mich immer zwingt, anzusehen, obwohl ich vorgebe, sie nicht zu mögen.
Aber ... Bin ich nicht viel emanzipierter als diese reaktionären US-Boys?
Ich lächelte, küsste Annas volle Lippen und sagte: "Ja, ich will!"


Ach, ihr seid blöd. Jetzt habe ich eben selbst recherchiert.

 Die Türglocke des Juweliergeschäfts schrillte in meinen Ohren, als ich hinter Anna den Laden betrat.
All die Geschäftigkeit und der sommerliche Trubel der kleinen Kurstadt blieb hinter uns zurück. In der Stille meinte ich, man müsse mein Herz schlagen hören. Aber das Geräusch kam nur von einer riesigen Uhr, die neben einem Vorhang stand, der nun von einer drallen Mitfünfzigerin beiseite geschoben wurde.
"Guten Tag, die Herrschaften!", zwitscherte sie und parkte ihre Rundungen schwungvoll hinter dem Verkaufstresen. "Womit kann ich Ihnen dienen?"
Ich ignorierte den Hornissenstaat, der sich in meinem Magen einnisten wollte, und holte Luft um ...
"Mein Freund möchte einen Ohrring", kam Anna der Äußerung meines Wunsches zuvor. "Wir haben draußen das Schild gesehen - Sie schießen Ohrlöcher?"
Ich will was? Konsterniert starrte ich Anna an, während Leben in die Verkäuferin kam.
"Aber ja doch!" Sie bückte sich für ihre Körperfülle erstaunlich behände und tauchte mit zwei samtbezogenen Tabletts in ihren Händen rasch wieder hinter der Vitrine hervor. „Wir haben hier eine Kollektion mit Einzelsteckern, extra für Herren!“ Mit einer eleganten Bewegung, die auf jahrzehntelange Übung schließen ließ, schob sie eines der Tablett zu uns herüber.
Ich starrte auf die in halb transparenten Kunststoffcontainern sitzenden Ohrstecker und schluckte. Aus dem Augenwinkel spähte ich zu Anna, die mit spitzem Finger die Kästchen hin und her schob.
Wie war sie auf diese Idee gekommen? Wann? Und vor allem – weshalb?
Ich war mir doch so sicher gewesen, dass niemand meinen geheimsten Wunsch auch nur ahnen könnte …
„Was meinst du zu dem schlichten goldenen Stecker?“, fragte Anna mich jetzt, und ich konnte nur ein unartikuliertes Grunzen von mir geben. „Der steht dir sicher gut zu deiner gebräunten Haut.“ Sie hob ihre Hand und fuhr mit der Fingerspitze meine Ohrmuschel entlang bis zum Ohrläppchen.
Die Berührung fühlte sich an wie flüssiges Wachs, hinterließ ein Brennen, das über meinen Körper hinab glitt, um sich zwischen meinen Beinen zu sammeln.
„Der goldene?“, zwitscherte die Verkäuferin. „Immer eine gute Wahl. Wenn der Herr nun bitte hier Platz nehmen möchte …“ Sie wies auf einen Stuhl hinter dem Verkaufstresen.
Willenlos folgte ich der einladenden Bewegung ihrer Hand und ließ mich keinen Moment zu früh auf die Sitzfläche sinken, denn meine Knie hatten inzwischen die Festigkeit von Götterspeise angenommen.
„Links oder rechts, der Herr?“ Die Verkäuferin tänzelte mit prüfendem Blick um mich herum.
Wie festgenagelt starrte ich sie an, nur mein linker Zeigefinger löste sich widerwillig von der Armlehne, die ich – wie ich gerade feststellte – umklammerte.
„Links natürlich“, entschied Anna. „Es kommt schließlich von Herzen, nicht wahr, Bennolein?“
„Hervorragende Entscheidung“, bestätigte die Verkäuferin, und mich beschlich das leise Gefühl, dass sie jede Entscheidung ihrer Kundschaft so enthusiastisch aufnehmen würde. „Dann wollen wir mal anzeichnen.“ Mit einem Stift in der Hand, der an einen Filzschreiber erinnerte, beugte sie sich vor, kniff ein Auge zu und ich spürte eine leichte Berührung an meinem Ohrläppchen.
„Lass sehen!“ Anna griff nach meinem Kinn und drehte meinen Kopf zu sich herüber. Dann legte sie ihren Kopf schief und nickte breit grinsend. „Sieht gut aus!“
„Wenn der Herr schauen möchte …?“ Die Verkäuferin hielt mir einen Handspiegel vor.
Mein Herz polterte so laut wie drei Junggesellenabschiede an Polterabenden zusammen. Weshalb musste ich jetzt daran denken? Ach ja. Weil ich ja dachte, wir wären wegen Verlobungsringen hier.
Nun gut. Ich wagte einen Blick auf mein – noch jungfräuliches – Ohrläppchen. Ziemlich genau in der Mitte, vielleicht um einen halben Millimeter nach oben verschoben, leuchtete ein blauer Punkt.
Ich schluckte. Und nickte.
„Wunderbar!“, zwitscherte die Verkäuferin, während sie Handschuhe überzog, die Kapsel öffnete und ein schwarzes Gerät mit dem Stecker bestückte. Als sie die Feder des Abzugs direkt vor meinem Gesicht spannte, erhaschte ich einen Blick auf den Stift des Ohrsteckers.
Der Moment konnte nur Sekundenbruchteile dauern, doch ich nahm jede Einzelheit in mich auf: Eine pfeilartige Spitze ging über in ein etwa drei Millimeter langes, dünnes Schaftstück, ehe sich der gut doppelt so lange eigentliche Stift anschloss.
Ein verdammt dicker Stift! Und der sollte durch mein Ohrläppchen? Aber wie?
Doch bevor ich auch nur zu Ende gedacht hatte, spürte ich schon den Handschuh der Verkäuferin an meiner Wange, etwas quetschte leicht mein Ohrläppchen und im nächsten Augenblick machte es „plopp!“



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