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Ohrlochforum

Das private Forum zum Thema Ohrlöcher und Ohrpiercings – Ohrlochstechen, Schmuck, Pflege, Dehnen, Mehrfachohrlöcher …

Re: Ohrlochstechen früher

geschrieben von Ali am 27.12.2015 um 23:16:01 - als Antwort auf: Ohrlochstechen früher von Katharina
 So - endlich hatte ich heute alles zusammen: Ich hatte mir vor Wochen schon einen alten "Neo Ulmia Deposee" ersteigert und habe jetzt noch einen zweiten bekommen mit Röhrchen. Nachdem alles akkribisch per Ultraschall gereinigt war und mehr wie 10 min die Kritischen Teile ausgekocht waren war es soweit:

Hier ein Bild vom Gerät: http://www.sammlerberater.com/30576a.JPG

Ich habe mir links #3 und links und recht #4 probehalber gestochen.

Die Positionierung war nicht ganz leicht: der Druckteller auf der Rückseite ist etwas groß - paßt sicher für ein ordentliches #1 Lobe, bei #3&4 jedoch ist der Ohrrand zu schmal und so ist die Positionierung etwas (einen Hauch) zu weit an den Rand gerutscht.

Das Durchstechen erfolgt mit einer an vier Kanten angeschliffenen Nadel (sehr scharf!) über die eine Goldhülse geschoben wird (Durchmesser ca 1,45mm).

Das stechen spürt man kaum - wie gesagt die Nadel ist scharf. selbst daß die doch rel. dicke Hülse auch noch durch das gestochene Loch gezogen wurde beim Betätigen hat man kaum gemerkt. Lediglich am Schluß gab es einen "Plopp" als die Hülse in das paßgenaue Loch am Teller gerutscht ist (man verkanntet die Nadel recht leicht wenn man sich selber sticht. Danach bleibt die Goldhülse im Ohrläppchen stecken und man kann ganz einfach einen Ohrstecker oder auch eine Creole einfädeln und durch das Ohr schieben. Verschluß drauf und fertig... ;-) Lediglich 2-3 Minuten danach kamen ein paar Tropfen Blut unter dem Ohrstecker hervorgequollen (klar, die Hülse ist dicker als der Stift). Jetzt ca. 1/2 Stunde später gar nichts mehr. Auch kein "Druckgefühl" als ob ich einen Fremdkörper im Ohr habe (wie es bei den alten Studex Systemen war).

Am liebsten würde ich jetzt noch ein wenig mehr Stechen - es macht süchtig ;-) aber mein Ohr gibt nicht mehr her - leider...

Zum Schmerz: ganz besonders: bis auf das Plopp am Ende spürt man wirklich gar nichts (OK, ich habe es langsam gestochen) . Schade daß es diese Methode nicht mehr normal gibt - so würde ich gerne mal einer guten Freundin ein paar Ohrlöcher stechen... :-))



Ist die Nadel nicht dreieckig geschliffen,jedenfalls vorne auf den ersten 1,5 cm? Zähl mal nach.Die Nadel ist
nach meiner Meinung nicht nur deshalb kantig geschliffen,damit sie rattenscharf ist,sondern dass sie möglichst
wenig Kontakt hat mit der runden Hülse ,die ganz vorsichtig auf die Nadel geschoben wird,damit sie nicht auf der Nadel
"hängen bleibt",wenn die Nadel nach dem Durchstechen durch die Feder aus dem Ohrläppchen zurückgezogen wird,
sondern im frisch gestochenen Ohrloch steckenbleibt.Wäre die Nadel rund,bliebe sie auf der runden Hülse stecken.So aber hat die Hülse nur an 3 Stellen Kontakt zur Nadel.
Weil die Nadel dreieckig ist, die auf sie geschobene Hülse aber rund,bestehen zwischen Nadel und Hülse an
3 Stellen kleine Hohlräume.An diesen Stellen wird das Ohrläppchen nicht von der Nadel durchstochen,sondern
durch die Hülse ausgestanzt.Das tut dann ein bisschen weh und blutet auch ein wenig, jedenfalls bei knackigen,festen Ohrläppchen.
Ich habe das Gerät noch vor ein paar Jahren im Einsatz erlebt,bei einer Kosmetikerin an den jungfräulichen Ohr-
läppchen meiner Freundin.Die hatte endlich meinem Drängen nachgegeben, sich Löcher stechen zu lassen,wollte
dann aber ihre dazu von mir geschenkten Tiffany-pearls gleich drinhaben und nicht erst 6 Wochen Übergangsstecker.Da ich meiner Freundin während der OP die Haare hochhalten durfte,habe ich den Stechvorgang
gut beobachten konnen.Die -nette und auch noch sehr attraktive - Kosmetikerin hat die Stechpunkte mit einem Wattestäbchen mit Salbe gekennzeichnet.Sie hat die Stechpunkte etwas oberhalb der Mitte des Ohrläppchens platziert,damit meine Freundin mit ihren dünnen Ohrläppchen auch schwerere Ohrringe tragen kann,ohne dass die Löcher nach unten gezogen werden.Da beim neo ulmia von Hand bzw.mit dem Daumen die Nadel durch das Ohrläppchen gestochen wird und man das schön langsam machen kann,kann man die Nadelspitze ganz exact am Stech-
punkt ansetzen und punktgenau durchdrücken.Hat super geklappt.Nach dem Durchstechen hat die Dame den Druckteller losgelassen , die Feder hat die Nadel aus dem Ohr zurückgezogen und die Hülse blieb im Löchlein
stecken.Sah auch gut aus.Dann wurde der Perlenstecken von vorn in die Hülse in das Ohrloch geschoben und die Hülse mit der Hand hinter dem Ohr aus dem Ohrläppchen herausgezogen.Das war's.
Das Ganze war ein richtiges Vergnügen,auch für meine Freundin -hat siejedenfalls strahlend behauptet,als es vorbei war.
Den Kosmetiksalon gibt es leider nicht mehr.Die Edeljuweliere,die nicht selbst stechen und ihre Kundinnen zu
besagter Kosmetikerin geschickt haben,müssen ihre Kundinnen, die keine Übergangsstecker aushalten wollen, jetzt ins Piercingstudio schicken.


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