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Ohrlochforum

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Re: Jonny hat Fragen

geschrieben von jonny am 25.02.2016 um 00:06:14 - als Antwort auf: Re: Jonny hat Fragen von HA 472
 
 Wenn man mal diese vielen teuren Science-Fiction Produktionen, meist aus USA sieht und wie billig Raumpatrouille Orion gedreht wurde. Da lacht man heute drüber.

Raumpatrouille Orion war damals alles andere als billig! Tatsächlich wurden wegen der hohen Kosten von 200.000 - 300.000 DM pro Folge (in den 60ern eine Menge Geld, und für das deutsche Fernsehen eine Unsumme) nur sieben Episoden gedreht. Das lag nicht an der mangelnden Beliebtheit der Serie, die war sogar recht populär. Und genießt heute Kultstatus.
"Teure Sci-Fi-Produktionen aus den USA" gab es damals auch noch nicht. Das war noch vor 2001 - A Space Odyssey. Damals wurde Science Fiction noch keine Beachtung geschenkt, das Genre galt als was für Buck Rogers und Flash Gordon Comics, aber nicht für seriöse Filme. Erst durch Star Wars (1977) wurde das Genre zum Massenphänomen.

Wenn man sich anguckt was gleichzeitig in den USA entstand: Star Trek. Aber die klassische Serie mit Captain Kirk. DIE war billig.
Lass dich nicht täuschen, wenn du die Serie heute auf ZDF Neo anguckst: Für den HD-Rerelease wurden alle alten Trickaufnahmen durch moderne Computertricks ersetzt, damit es nach was aussieht. Die originalen Tricksequenzen sahen eher aus wie in der Parodie von Bully Herbig, bis einem Beachball als Planeten um den ein sichtbar an Fäden hängendes Plastikmodell kreist...
Aber auch die neuen Tricksequenzen können nicht über die grottigen Kostüme, Kulissen und Requisiten hinwegtäuschen:
http://www.geeksofdoom.com/GoD/img/2015/01/donald-faison-star-trek-gorn.jpg

Dazu das Over-the-top-acting und die grausige Musik...

  Auch auf der Bühne war das normal, wenn ich mir alte Boulevardschinken ansehe, mit Harald Juhnke, Grit Boettcher, Günter Pfitzmann, Achim Strietzel usw.

War Harald Juhnke nicht bekanntermaßen Alkoholiker, und ist an den Folgen einer Leberzirrhose gestorben? ^^
Ich erinnere mich da an einen Sketch mit Jürgen von der Lippe, wo es darum ging was wohl wäre, wenn man Straßennamen kaufen könnte. Da beschreibt er einem Ortsfremden den Weg zu einem Ziel, darin kommt vor: "...dann nach rechts auf die Harald-Juhnke-Allee... ach nee, fahren se ned über Harald Juhnke, da säuft der Motor ab!"


Zugegeben hatte Harald Juhnke große Alkoholprobleme und er wurde dement. Aber ich meinte viele seiner Zeit auf Bühne und Fernsehen haben gesoffen und das war in der Realität auch so. Leute, die älter sind als ich, sagten mir, dass es früher üblich war, in Büros, Kaufhäusern, wo auch immer zu rauchen und das sogar in Büros Alkohol getrunken wurde.

Ich hatte mal einen Bericht im Fernsehen gesehen, da machte man sich über Raumpatrouille Orion lustig, weil es noch in schwarz-weiss war und dass man da mit Brausetabletten ein startendes Raumschiff inszinierte und das Bügeleisen und Wasserhähne umfunktioniert wurden und das sei billig gegenüber den teuren Produktionen a la Raumschiff Enterprise, Star Trek und Co. Sogar der verstorbene Dietmar Schönherr, der den Commander spielte, machte sich drüber lustig und Wolfgang Völz, der einer der Hauptrollen spielte und als Stimme des Cäptn Blaubär bekannt wurde, machte sich ebenso lustig. Das hatte ich von beiden im Fernshen gehört.

Es gab sicher viele Frauen, die schon im Fernsehen, wo auch immer, bekannt waren und noch keine Ohrlöcher hatten, aber als die immer mehr Mode wurden, sprangen sie auf den Zug auf. Grit Boettcher hatte sich in den 70 ern noch keine, später schon. Sie ist etwas in Vergessenheit geraten. In Zusammenhang mit Harald Juhnke war sie sehr bekannt.

Dagegen war Senta Berger, eine heute noch bekannte Schauspielerin, bereits in den 60 er Jahren mit Ohrlöchern bestückt. In BABECK, einem 3 teiligen Straßenfeger in S/W von 1968 trug sie Ohrringe und hatte Ohrlöcher.

Mir fällt ein, in der Serie Hamburg Transit war eine Schauspielerin dabei, die trug in einer Folge relativ große Creolen und hatte Ohrlöcher. Ein Mann war aus dem Fenster gefallen, nein, kein Mord. Das war so 1972, in Farbe.

Da fällt mir Judy Winter ein. Im Tatort von 1975 Tod eines Einbrechers, zieht sie sich Ohrringe an. Eindeutig Ohrlöcher.

Ich würde mal sagen, dass Ohrlöcher in den 60 ern und 70 ern noch nicht so das große Thema war.

Heute sind wir ja die reinsten Gesundheitsfanatiker. Bei heutigen Filmen sind Alkohol und Zigaretten nicht mehr so sehr das Thema. Dafür sind Ohrlöcher in aller Munde und Tatoos auch. Früher, so sagte man mir, trugen nur Knastbrüder und Seeleute Tatoos oder die, die bei der Bundeswehr eine Wette verloren hatte. Heute sind Tatoos in allen Gesellschaftsschichten populär. Habe gelesen: Menschen unter 30, in Deutschland, haben zu einem Viertel mindestens ein Tatoo.

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