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Ohrlochforum

Das private Forum zum Thema Ohrlöcher und Ohrpiercings – Ohrlochstechen, Schmuck, Pflege, Dehnen, Mehrfachohrlöcher …

Re: Jonny hat Fragen

geschrieben von jonny am 26.02.2016 um 00:06:13 - als Antwort auf: Re: Jonny hat Fragen von jonny
 
 
  Zugegeben hatte Harald Juhnke große Alkoholprobleme und er wurde dement. Aber ich meinte viele seiner Zeit auf Bühne und Fernsehen haben gesoffen und das war in der Realität auch so. Leute, die älter sind als ich, sagten mir, dass es früher üblich war, in Büros, Kaufhäusern, wo auch immer zu rauchen und das sogar in Büros Alkohol getrunken wurde.

Ja, das habe ich auch so gehört.
Genau wie es zu Zeiten meines Opas vollkommen normal war, dass die Arbeiter auf der Baustelle ausschließlich Bier trinken.

  Ich hatte mal einen Bericht im Fernsehen gesehen, da machte man sich über Raumpatrouille Orion lustig, weil es noch in schwarz-weiss war und dass man da mit Brausetabletten ein startendes Raumschiff inszinierte und das Bügeleisen und Wasserhähne umfunktioniert wurden und das sei billig gegenüber den teuren Produktionen a la Raumschiff Enterprise, Star Trek und Co. Sogar der verstorbene Dietmar Schönherr, der den Commander spielte, machte sich drüber lustig und Wolfgang Völz, der einer der Hauptrollen spielte und als Stimme des Cäptn Blaubär bekannt wurde, machte sich ebenso lustig. Das hatte ich von beiden im Fernshen gehört.

Wenn man das mit den Star Trek Kinofilmen, und den neueren Serien ab 1987 vergleicht stimmt das schon.
Die Originalserie von 1963 - 69 war allerdings extrem billig. Das war auch der Grund für die Erfindung des Beamens: So ein Überblendungseffekt war einfach und billig zu machen, das ständige Starten und Landen von Shuttles war aber mit dem Budget nicht drin.

Schau mal hier. Rechts die neue, digital remasterte HD-Version, bei der die ganzen klassischen Tricks durch moderne Computergrafik ersetzt und die Aufnahmen teilweise durch digitale Retuschemaßnahmen wurden. Das ist das was derzeit auf ZDF neo läuft. Links das Original.
Spring mal vor zu 6:31! Und wenn du weiterschaust siehst du, dass sie diesen grottigen, billigen Effekt des schießenden Klingonenschiffes einfach mehrmals benutzt haben, weil das Geld nur für eine solche Trickaufnahme gereicht hat.

(Link: YouTube)

Die Musik im Vorspann ist auch die neuaufgenommmene Orchesterfassung der remasterten Version. Die originale Musik war dieses fürchterliche "Warteschlange-vor-dem-Klo" Uuuuuhuuuuuuuuu Gejaule.

Zum Vegleich Orion:

(Link: YouTube)


Ja, sie haben Wasserhähne, Eisportionierer, Uhrenpendel, Bleistiftspitzer, Lochkarten und ein Bügeleisen für den Bau der Kulissen verwendet. Aber die wussten sich mit dem begrenzten Budget eben zu helfen!

Aber fällt das störend auf?
Im folgenden Clip siehst du nicht nur die Brücke der Orion, auch die besagte Szene des Unterwasserstarts mit den Brausetabletten. (Ton ist etwas leise)

(Link: YouTube)


Dass Orion noch schwarz-weiß war lag schlicht und einfach daran, dass der PAL-Standard, auf dem deutsches Farbfernsehen beruhte, erst 1967 eingeführt wurde, Orion aber davor produziert wurde. Es gab noch kein Farbfernsehen!
Tatsächlich wurden einige Szenen (zum Beispiel die mit der Dame von der Startkontrolle an ihrem Pult (zweites Video), oder die Szene im Vorspann mit den Fischen über der Decke) sogar auf Farbfilm gedreht, damit man Bluescreen-Tricks benutzen konnte!

Im Amiland gab es Farbfernsehen seit 1954. Der dort verwendete NTSC-Standard war dafür dem neureren, europäischen PAL qualitativ weit unterlegen.


  Es gab sicher viele Frauen, die schon im Fernsehen, wo auch immer, bekannt waren und noch keine Ohrlöcher hatten, aber als die immer mehr Mode wurden, sprangen sie auf den Zug auf. Grit Boettcher hatte sich in den 70 ern noch keine, später schon. Sie ist etwas in Vergessenheit geraten. In Zusammenhang mit Harald Juhnke war sie sehr bekannt.

Okay, die kannte ich nicht. War aber auch vor meiner Zeit. :-]
Das mit dem auf den Zug aufspringen glaube ich. War übrigens bei Eva Pflug (die blonde Dame hier in Orion, die auf der Brücke beim Start auf der Brücke neben dem Commander (Dietmar Schönherr) steht auch so. Damals noch eindeutig ungelocht hat sie später Ohrringe getragen.

 Dagegen war Senta Berger, eine heute noch bekannte Schauspielerin, bereits in den 60 er Jahren mit Ohrlöchern bestückt. In BABECK, einem 3 teiligen Straßenfeger in S/W von 1968 trug sie Ohrringe und hatte Ohrlöcher.

Die Dame kannte ich auch nicht.
Als ältere Dame hatte sie definitiv Ohrlöcher, deutlich zu sehen. Aber wenn ich mir alte Bilder von ihr anschaue, dann könnten die Ohrringe die sie da trug allesamt sehr gut Clips gewesen sein. Auf den Bildern wo sie keine trägt ist auch keine Spur von Löchern zu sehen.



Bei dieser jungen Dame aus einer alten Star Trek Folge ist es jedoch eindeutig:



Schade, dass Bauchnabelpiercings damals noch nicht in Mode waren. ^^

  Ich würde mal sagen, dass Ohrlöcher in den 60 ern und 70 ern noch nicht so das große Thema war.

In den Sechzigern kamen sie erst (wieder) auf (war bis in die 20er Jahre weit verbreitet), aber in den 70ern schon. Schau einfach mal die Homepage hier vom Forum durch! Da gibt es viele Magazinbeiträge und sowas aus dieser Zeit.

  Heute sind wir ja die reinsten Gesundheitsfanatiker. Bei heutigen Filmen sind Alkohol und Zigaretten nicht mehr so sehr das Thema. Dafür sind Ohrlöcher in aller Munde und Tatoos auch.

Nicht wir sind die Gesundheitsfanatiker, sondern die Filmzensoren. ^^

  Früher, so sagte man mir, trugen nur Knastbrüder und Seeleute Tatoos oder die, die bei der Bundeswehr eine Wette verloren hatte. Heute sind Tatoos in allen Gesellschaftsschichten populär. Habe gelesen: Menschen unter 30, in Deutschland, haben zu einem Viertel mindestens ein Tatoo.


Ja, das kommt hin.
Beim Militär musste man aber nicht unbedingt eine Wette verloren haben. Manche haben sich zum Beispiel als Zeichen der Zugehörigkeit zu ihrer Einheit ein einheitliches Tattoo stechen lassen.
Auch sonst scheint es das gegeben zu haben. Im KZ Buchenwald sind aus Leder gefertigte Lampenschirme und sonstiges ausgestellt, die mit verschiedenen Motiven verziert sind: Man hat tätowierten Gefangenen (also abgesehen von der Nummer) nach ihrer Hinrichtung die Haut abgezogen, gegerbt und sowas daraus produziert. Und der Menge nach waren das definitiv nicht nur ein paar einzelne Leute, denen das Schicksal widerfahren ist.



Ich hab mal gelesen, dass Folgen der Augsburger Puppenkiste bereits 1964 farbig produziert wurden und die Serie Adrian der Tulpendieb von 1966 auch. Kaum vorstellbar, da erst Sommer 1967 die ersten deutschen Farbfernsehsendungen gezeigt wurden, demnach auch die ersten Farbfernseher angeboten wurden. In der DDR soll Farbe 1969 erstmals im Fernsehen gelaufen sein. Dazu muss man allerdings sagen, dass bis etwa Mitte der 70 er viele Sendungen noch in S/W gesendet wurden. DER KOMMISSAR, ich hatte es angesprochen, lief bis Januar 1976 in S/W, bis zum Ende der Serie. Aktenzeichen XY wurde erst 1975 farbig, vorher S/W, startete 1967.

Ich habe deutsche Fernsehproduktionen in Farbe gesehen, von Ende der 60 er und Anfang der 70 er, die manchmal so aussehen, als wenn der Farbfilm durch die Waschmaschine gelaufen ist, also irgendwie sind die Farbtöne verwaschen. Allerdings sind die Brauntöne stark.

Wir haben das PAL Farbfernsehsystem, andere Länder das SECAM.
Ich erinnere mich an die Serie SALTO MORTALE, wo der Zirkus das Thema war. Sie ist von Ende der 60 er und Anfang der 70 er. Die ersten Szenen dürften 1968 gedreht worden sein. Hier fallen die recht starken Brauntöne auf.

In jedem Falle trug Senta Berger schon 1968 Ohrringe, die Ohrlöcher waren eindeutig zu erkennen, auch wenn BABECK noch in S/W gedreht worden ist.
Senta Berger ist auch heute noch eine bekannte Schauspielerin.

Ich weiss nicht, ob es stimmt, aber angeblich wurden Ohrlöcher zur Zeit des Nationalsozialismus nicht gern gesehen.

Angeblich sollen schon die alten Ägypter Ohrlöcher gehabt haben.

Shakespeare soll einen kleinen Ohrring gehabt haben.

Angeblich tragen viele Inder, Männer, beidseitig kleine Ohrringe, aus religiösen Gründen.

Angeblich haben weibliche Säuglinge aus Italien, Spanien und Südamerika bereits Ohrlöcher aus Tradition.




Es gab mal einen Mehrteiler DIE SCHATZINSEL von 1966 oder 1967, aber für´s Fernsehen in Farbe. Michael Ande hatte sich da schwer verletzt, als er in ein Messer lief. Er hatte schon als Kind geschauspielert und gesungen. Von Anfang an, bis heute fast genau 40 Jahre spielt er den Assistenten in DER ALTE im ZDF.

In DER ALTE, eine Folge von Ende der 70 er, sah man mehrere Männer mit Ohrringen, teils beidseitig. Angeblich sollten es Schwule darstellen.

Perlenohrstecker gelten als besonders bieder. Ist da was dran? Ja, in München werden Perlenohrstecker von Mädchen und Frauen getragen, egal ob sehr jung, Schülerin, junge Frau, Frau in meinem Alter, älter, viel älter.

Ich habe gelesen, die ersten MFOL Mehrfachohrlöcher, sollen schon in den 50 ern gesehen worden sein. Durchgesetzt hatte es sich dann viel später.

Wann gab es die ersten Piercings in Bauchnabel, Nase, Zunge usw.? Eine Erfindung aus den 80 ern aus USA?

Was mir auffällt: der Frauenschuh, also Pumps usw. ist im Alltagsleben viel weniger heute ein Thema als noch früher, wo Kleider und Röcke mehr eine Rolle spielten. Hosen bei Frauen und Sneakers (Turnschuhe) haben sich mehr und mehr durchgesetzt. Gab es dafür Gründe? Beim Mann spielt der Anzug weniger als früher eine Rolle, mehr der legere Look ohne Krawatte.

Allerdings Frau in Pumps, Rock oder Kleid und Mann im Anzug ist im Geschäftsleben und in der Oper immer noch angesagt.

Im Alltagsleben sehe ich wenige Frauen in München in Rock, Kleid, Pumps und Mann im Anzug.

Bei Mädchen und jungen Frauen die reinste sportliche Kür. Adidas, Puma, Nike und Co. müssten ja geradezu reich sein. Bei Jungs und jungen Männern allerdings auch. In München fällt mir das stark auf.





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