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Re: Ohrlochstechen früher

geschrieben von Steff(2) am 15.10.2015 um 22:48:05 - als Antwort auf: Re: Ohrlochstechen früher von Marc
 In Aktion hat das denke ich noch kaum wer gesehen..

Ich habe so ein Gerät vor vielen Jahren in Aktion gesehen.
Das war kurze Zeit vor dem Aufkommen der "Pistolen". Eine Freundin von mir liess sich überreden, sich Ohrringe einsetzen zu lassen, als das noch eine grosse Seltenheit war. Eigentlich wollten wir nur die Ringe ("Creolen") kaufen gehen und sie dann selbst anbringen.

Gesehen habe ich den entscheidenden Moment der Prozedur nicht, weil mir die Verkäuferin die Sicht verdeckte. Ich konnte vorher einen Blick auf den Apparat werfen, mit seinem Knopf zum Drücken und der Feder zum zurückstellen. Nadel sah ich keine, aber die Aussparung vor der runden Platte machte absolut klar, wo das Ohrläppchen hingehörte.
Der Apparat wurde nach den Vorbereitungen mit desinfizieren und anzeichnen schliesslich aufgesetzt, und ich hörte ein leises Knirschen. Dann ging es einen Moment, dann gab es einen lauten Knall. Der Apparat wurde weggenommen, und ich sah meine Freundin wieder, sie sass da, alles war wie vorher - aber sie hatte ein Röhrchen im Ohrläppchen. In dieses wurde dann der Ohrring eingefädelt und verschlossen.

Auf der anderen Seite war der Knall noch lauter und mit etwas grösserer Verzögerung.

Sie sagte nachher, es habe ziemlich stark wehgetan - das war wohl, weil der Stich so lange gedauert hat.

Heute weiss ich, dass der Apparat eine Nadel enthält und das Röhrchen auf diese Nadel so aufgesetzt wird, dass die Spitze freibleibt und stechen kann. Während des Eindringens ins Ohrläppchen wird das Röhrchen mitgestossen, beim Loslassen des Stempels drückt die beim Stich gespannte Feder die Nadel zurück, die im Röhrchen gleitet und im Ohrläppchen stecken bleibt.

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