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Re: Jonny hat Fragen

geschrieben von HA 472 am 25.02.2016 um 17:08:46 - als Antwort auf: Re: Jonny hat Fragen von jonny
  Zugegeben hatte Harald Juhnke große Alkoholprobleme und er wurde dement. Aber ich meinte viele seiner Zeit auf Bühne und Fernsehen haben gesoffen und das war in der Realität auch so. Leute, die älter sind als ich, sagten mir, dass es früher üblich war, in Büros, Kaufhäusern, wo auch immer zu rauchen und das sogar in Büros Alkohol getrunken wurde.

Ja, das habe ich auch so gehört.
Genau wie es zu Zeiten meines Opas vollkommen normal war, dass die Arbeiter auf der Baustelle ausschließlich Bier trinken.

  Ich hatte mal einen Bericht im Fernsehen gesehen, da machte man sich über Raumpatrouille Orion lustig, weil es noch in schwarz-weiss war und dass man da mit Brausetabletten ein startendes Raumschiff inszinierte und das Bügeleisen und Wasserhähne umfunktioniert wurden und das sei billig gegenüber den teuren Produktionen a la Raumschiff Enterprise, Star Trek und Co. Sogar der verstorbene Dietmar Schönherr, der den Commander spielte, machte sich drüber lustig und Wolfgang Völz, der einer der Hauptrollen spielte und als Stimme des Cäptn Blaubär bekannt wurde, machte sich ebenso lustig. Das hatte ich von beiden im Fernshen gehört.

Wenn man das mit den Star Trek Kinofilmen, und den neueren Serien ab 1987 vergleicht stimmt das schon.
Die Originalserie von 1963 - 69 war allerdings extrem billig. Das war auch der Grund für die Erfindung des Beamens: So ein Überblendungseffekt war einfach und billig zu machen, das ständige Starten und Landen von Shuttles war aber mit dem Budget nicht drin.

Schau mal hier. Rechts die neue, digital remasterte HD-Version, bei der die ganzen klassischen Tricks durch moderne Computergrafik ersetzt und die Aufnahmen teilweise durch digitale Retuschemaßnahmen wurden. Das ist das was derzeit auf ZDF neo läuft. Links das Original.
Spring mal vor zu 6:31! Und wenn du weiterschaust siehst du, dass sie diesen grottigen, billigen Effekt des schießenden Klingonenschiffes einfach mehrmals benutzt haben, weil das Geld nur für eine solche Trickaufnahme gereicht hat.

(Link: YouTube)

Die Musik im Vorspann ist auch die neuaufgenommmene Orchesterfassung der remasterten Version. Die originale Musik war dieses fürchterliche "Warteschlange-vor-dem-Klo" Uuuuuhuuuuuuuuu Gejaule.

Zum Vegleich Orion:

(Link: YouTube)


Ja, sie haben Wasserhähne, Eisportionierer, Uhrenpendel, Bleistiftspitzer, Lochkarten und ein Bügeleisen für den Bau der Kulissen verwendet. Aber die wussten sich mit dem begrenzten Budget eben zu helfen!

Aber fällt das störend auf?
Im folgenden Clip siehst du nicht nur die Brücke der Orion, auch die besagte Szene des Unterwasserstarts mit den Brausetabletten. (Ton ist etwas leise)

(Link: YouTube)


Dass Orion noch schwarz-weiß war lag schlicht und einfach daran, dass der PAL-Standard, auf dem deutsches Farbfernsehen beruhte, erst 1967 eingeführt wurde, Orion aber davor produziert wurde. Es gab noch kein Farbfernsehen!
Tatsächlich wurden einige Szenen (zum Beispiel die mit der Dame von der Startkontrolle an ihrem Pult (zweites Video), oder die Szene im Vorspann mit den Fischen über der Decke) sogar auf Farbfilm gedreht, damit man Bluescreen-Tricks benutzen konnte!

Im Amiland gab es Farbfernsehen seit 1954. Der dort verwendete NTSC-Standard war dafür dem neureren, europäischen PAL qualitativ weit unterlegen.


  Es gab sicher viele Frauen, die schon im Fernsehen, wo auch immer, bekannt waren und noch keine Ohrlöcher hatten, aber als die immer mehr Mode wurden, sprangen sie auf den Zug auf. Grit Boettcher hatte sich in den 70 ern noch keine, später schon. Sie ist etwas in Vergessenheit geraten. In Zusammenhang mit Harald Juhnke war sie sehr bekannt.

Okay, die kannte ich nicht. War aber auch vor meiner Zeit. :-]
Das mit dem auf den Zug aufspringen glaube ich. War übrigens bei Eva Pflug (die blonde Dame hier in Orion, die auf der Brücke beim Start auf der Brücke neben dem Commander (Dietmar Schönherr) steht auch so. Damals noch eindeutig ungelocht hat sie später Ohrringe getragen.

 Dagegen war Senta Berger, eine heute noch bekannte Schauspielerin, bereits in den 60 er Jahren mit Ohrlöchern bestückt. In BABECK, einem 3 teiligen Straßenfeger in S/W von 1968 trug sie Ohrringe und hatte Ohrlöcher.

Die Dame kannte ich auch nicht.
Als ältere Dame hatte sie definitiv Ohrlöcher, deutlich zu sehen. Aber wenn ich mir alte Bilder von ihr anschaue, dann könnten die Ohrringe die sie da trug allesamt sehr gut Clips gewesen sein. Auf den Bildern wo sie keine trägt ist auch keine Spur von Löchern zu sehen.



Bei dieser jungen Dame aus einer alten Star Trek Folge ist es jedoch eindeutig:



Schade, dass Bauchnabelpiercings damals noch nicht in Mode waren. ^^

  Ich würde mal sagen, dass Ohrlöcher in den 60 ern und 70 ern noch nicht so das große Thema war.

In den Sechzigern kamen sie erst (wieder) auf (war bis in die 20er Jahre weit verbreitet), aber in den 70ern schon. Schau einfach mal die Homepage hier vom Forum durch! Da gibt es viele Magazinbeiträge und sowas aus dieser Zeit.

  Heute sind wir ja die reinsten Gesundheitsfanatiker. Bei heutigen Filmen sind Alkohol und Zigaretten nicht mehr so sehr das Thema. Dafür sind Ohrlöcher in aller Munde und Tatoos auch.

Nicht wir sind die Gesundheitsfanatiker, sondern die Filmzensoren. ^^

  Früher, so sagte man mir, trugen nur Knastbrüder und Seeleute Tatoos oder die, die bei der Bundeswehr eine Wette verloren hatte. Heute sind Tatoos in allen Gesellschaftsschichten populär. Habe gelesen: Menschen unter 30, in Deutschland, haben zu einem Viertel mindestens ein Tatoo.


Ja, das kommt hin.
Beim Militär musste man aber nicht unbedingt eine Wette verloren haben. Manche haben sich zum Beispiel als Zeichen der Zugehörigkeit zu ihrer Einheit ein einheitliches Tattoo stechen lassen.
Auch sonst scheint es das gegeben zu haben. Im KZ Buchenwald sind aus Leder gefertigte Lampenschirme und sonstiges ausgestellt, die mit verschiedenen Motiven verziert sind: Man hat tätowierten Gefangenen (also abgesehen von der Nummer) nach ihrer Hinrichtung die Haut abgezogen, gegerbt und sowas daraus produziert. Und der Menge nach waren das definitiv nicht nur ein paar einzelne Leute, denen das Schicksal widerfahren ist.

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