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Re: Wie viel darfs kosten?

geschrieben von HA 472 am 29.06.2016 um 02:52:10 - als Antwort auf: Re: Wie viel darfs kosten? von Chris
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Foto zum Vergleich: Erststecker vom Studex System 75 und die Spitze einer Kanüle.
Ich würde sagen Spitze und Durchmesser gleich. Warum mehr Geld beim Piercer zahlen, wenn es beim Stechen mit Studex 75 bei Juwelier gleich ist?


Oh, da steht wohl jemand auf der Gehaltsliste von Studex! :-]

Was spräche denn gegen das fast baugleiche Inverness 3000 System? Das ist doch eigentlich viel viel besser! (Inverness, wo bleibt mein Geld?)

Und es ist eben nicht gleich wie das Stechen beim Piercer! Bei der Auflösung des Fotos lässt sich der Unterschied freilich kaum erkennen, weil die Spittze der Kanüle feiner als ein Pixel auf dem Bild ist. Zudem wird der Schliff bei Ihrer Darstellung nicht berücksichtigt - eine Kanüle schneidet, der Stecker verdrängt und zerreißt das Gewebe nur.

Wäre der Stecker so spitz wie eine Kanüle hätte man jeden Morgen nach dem Schlafen blutige Kratzer hinter dem Ohr.
Eine Kanüle ist so scharf, dass wenn man sie - ohne Druck, nur mit ihrem eigenen Gewicht - über die Haut zieht es einen blutigen Schnitt gibt. Bei so einem Ohrring muss man ziemlich lange und fest rumkratzen, ehe da was passiert.

Dann kommt dazu, dass der Stecker nur 0,9 mm dünn ist - bei so kleinen Löchern können sich wunderbar Sekret und Keime drin ansammeln.
Ebenso wie an dem Butterfly-Verschluss - besonders schön in der eingeprägten "Studex USA"-Schrift, die direkt an der Haut um die Wunde aufliegt.
Den Verschluss abzukriegen, wenn die Ohrringe das erste Mal gewechselt werden sollen, ist auch jedesmal eine Kunst, und geht mit schmerzhaften Zerren einher bis das Ding endlich mal nachgibt.

Das Material aus dem die Stecker und Butterflies sind ist billiges Edelstahl, von dem man fein eine Nickelallergie bekommen kann. Ein anständiger Piercer verwendet 1,2 mm Piercingschmuck mit Klemm- oder Schraubkugeln, aus Titan Grade 23, wie es zum Beispiel auch in künstlichen Hüftgelenken zum Einsatz kommt.

Und Last but not Least weiß der Piercer als Vollprofi was er tut, und stanzt die Löcher nicht irgendwo in die Landschaft, wie die Nutzer von Ohrlochpistolen (oder Ohrlochtackern, um die hier ach so gerühmten neueren Modelle treffend zu beschreiben) es regelmäßig tun. Zahllose Frauen mit vermurksten, asymmetrischen oder schlecht platzierten Ohrlöchern sind der Beweis.
Ebenso kennt sich der Piercer mit Hygiene aus, und tatscht nicht nach dem Desinfizieren nochmal mit den Fingern an den Ohren rum, wie es solche Pistolenschwinger gerne tun.
Und er sticht die (mit der Nadel äußerst präzise kontrollierbaren) Winkel richtig, damit Creolen nicht kreuz und quer hängen. Bei den Pistolen bleibt das dem Zufall überlassen - einer Bekannten ist das rechte Loch so schief geschossen worden, dass der Kopf von kleinen Ohrsteckern immer in ihrem Loch verschwindet, weil der Stift der Ohrringe nicht durch das ganze Ohrloch hindurch reicht.

Also, warum mehr beim Piercer bezahlen? Weil du da nicht Lotto spielst, sondern die Garantie hast, dass du perfekte Ohrlöcher erhältst. Wenn du dich von so ner Aushilfe im Modeschmuckladen tackern lässt kannst du das auch bekommen - wenn du Glück hast.

Musst du wissen, ob du mit einer lebenslang bleibenden Entscheidung und deiner Gesundheit spielen willst.
Ich täte es nicht.

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